Zyklus · 7 Min.
PMS und PMDS: Wenn die Tage vor den Tagen zur Belastung werden
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft viele Frauen in den Tagen vor der Menstruation. Eine kleinere Gruppe erlebt mit der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) eine deutlich stärkere, die Lebensqualität stark einschränkende Form. Beide sind real, aber unterschiedlich zu behandeln.
Was ist PMS?
PMS umfasst körperliche und psychische Symptome in der späten Lutealphase: Spannungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, gedrückte Stimmung oder Wassereinlagerungen. Sie klingen mit Einsetzen der Menstruation meist ab.
Die Beschwerden sind häufig, aber in ihrer Ausprägung sehr individuell. Für viele Frauen sind sie belastend, aber mit Strategien und Unterstützung gut zu lindern.
PMDS als eigenständiges Bild
Die PMDS ist durch ausgeprägte, wiederkehrende psychische Symptome gekennzeichnet: tiefe Verstimmung, Hoffnungslosigkeit, starke Reizbarkeit, innere Unruhe oder Kontrollverlust. Sie tritt zyklisch auf und bessert sich kurz nach Beginn der Menstruation.
Anders als beim PMS stehen hier die psychischen Symptome im Vordergrund und können Beziehungen, Arbeit und Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen.
Diagnostik und Abgrenzung
Eine sorgfältige Diagnostik stützt sich auf die Symptomdokumentation über mindestens zwei Zyklen. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Stimmungsstörungen, die nicht zyklisch gebunden sind.
Daher sollte bei anhaltenden oder starken Beschwerden immer auch eine ärztliche Abklärung erfolgen, um organische Ursachen auszuschließen.
Psychologische Begleitung
Eine psychologische Begleitung hilft, die zyklischen Muster zu erkennen, belastende Gedankenmuster zu verändern und im Vorfeld der kritischen Phase vorzusorgen.
Auch der Umgang mit dem Selbstwert, der oft unter den wiederkehrenden Belastungen leidet, ist ein wichtiger Teil der Begleitung.


